Zahlen von Tech-Unternehmen: Worauf musst du achten?

October 10 by Stevan

Die Quartalszahlen-Saison ist wieder in vollem Gang. Spannend! Allerdings: Auf welche Punkte musst du bei den Zahlen von Tech-Unternehmen besonders achten? Das erklären wir dir jetzt.

Zahlen von Tech-Unternehmen: Die Basics

Grundsätzlich gibt es bei den Geschäftszahlen keinen Unterschied zwischen Tech-Firmen und anderen Unternehmen. Die folgenden Punkte findest du überall, weil sie für Investoren grundsätzlich wichtig sind:

  • Wie verhalten sich die Zahlen im Vergleich zum Vorquartal, vor allem in Sachen Umsatz und Gewinn?
  • Die Zahlen im Vergleich zum Vorjahresquartal – besser oder schlechter?
  • Wie sind die Aussichten, unter anderem für das laufende Quartal und das Gesamtjahr?

Diese drei Faktoren können, jeder für sich, den Kurs einer Aktie bereits beeinflussen. Der Ausblick ist dabei der wichtigste Faktor, denn beim Anlegen geht es immer um die Zukunft. Achte deshalb extrem auf die Erwartungen des Unternehmens. Etwas ausführlich findet du es hier. 

Und was ist mit der Dividende?

Wenn du auf Dividenden aus bist, dann sind Tech-Unternehmen eher die falsche Adresse. Apple ist eines der wenigen Unternehmen, die überhaupt eine Dividende auszahlt. Aber das hat natürlich einen guten Grund.

Junge Tech-Unternehmen müssen wachsen. Und das kostet Geld. Deshalb werden Gewinne meistens gleich wieder in das Wachstum eines Unternehmens investiert.
Tesla zum Beispiel verbrennt Millionen, um die Produktion seiner Autos schneller zu machen. Netflix investiert extrem viel Geld in eigene Serien und die Verbindungsqualität. Und Google-Mutter Alphabet hat mittlerweile so viele Projekte am Laufen, dass man schon gar nicht mehr hinterher kommt.

Für Dividenden ist also kein Platz bei jungen Tech-Firmen. Stattdessen sind die Kursbewegungen bei diesen Unternehmen sehr viel stärker, als zum Beispiel bei Shell. Und auf schnelle Kursbewegungen freuen sich natürlich die Anleger.

Teure Extras

Bei vielen Tech-Unternehmen kommt es zu juristischen Problemen. Denn es kommt natürlich manchmal zu Konflikten, wenn man einen Markt mit einer neuer Technik erobert.

Denk zum Beispiel an Patentfragen oder Strafen von der Europäischen Kommission.
Es muss keine teure Katastrophe sein, aber so etwas kann sich auch gerne mal schief gehen. Darauf solltest du also in jedem Fall achten. Überprüfe, wer die Gegenpartei ist und versuche einzuschätzen, wie hoch der Schaden sein kann – sowohl lang- als auch kurzfristig.

Immer wichtig: die Erwartungen

Kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen findest du die Prognosen der Analysten im Internet. Auch bei Tech-Unternehmen haben fast alle großen Investmentbanken eine Meinung darüber. Sie geben eine Einschätzung über Dinge wie den Umsatz, den Gewinn oder den Gewinn je Aktie. Sind sie besser oder schlechter als erwartet? Dann kann die Aktie entsprechend reagieren, also steigen oder fallen.

So viele Möglichkeiten

Bei den Zahlen von Tech-Unternehmen ist für jedes Unternehmen etwas anderes wichtig:

  • GoPro: Verkaufszahlen der Kameras
  • Alibaba: Online-Verkäufe auf dem chinesischen Heimatmarkt
  • Facebook: monatliche aktive User (auch von Instagram)
  • Twitter: monatliche aktive User
  • HP Inc: Hardware
  • Alphabet (Google): Ergebnisse aus Anzeigen
  • Nvidia: Künstliche Intelligenz
  • Salesforce, Adobe und Microsoft: Cloud-Technologie
  • Tesla: produzierte und gelieferte Fahrzeuge
  • Netflix: Anzahl neuer Abos
  • Apple: iPhone

Darum ist der wichtigste Tipp für dich: Lerne so viel wie du kannst über das Unternehmen und was für dessen Erfolg wichtig ist. Echt! Guck nach, was die Konkurrenz macht, überprüfe die Unternehmensziele und hör dich um, was andere Leute davon halten. Wenn deine Freunde zum Beispiel immer wieder bei Facebook aktiv sind, könnte das ein Trend sein.

Und immer daran denken: Das Schlüsselwort bei den Zahlen für Tech-Unternehmen ist WACHSTUM. Das solltest du wirklich immer im Auge behalten bei deinem liebsten Tech-Unternehmen. Wenn du denkst, das ist in Ordnung, dann kannst du von einem steigenden Kurs ausgehen. Oder du gehst short, wenn du denkst, dass das nichts wird.

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Stevan

Bekannt für seine krassen Headlines und supergeilen Content-Ideen für BUX. Er kennt den Unterschied zwischen einem Hawaiihemd und einem Acapulco Shirt. Wenn er nicht gerade für BUX schreibt, spielt er gerne schräge niederländische Kartenspiele. Auf BUX ist er als @Johnny_Blaze unterwegs.

Disclaimer: Alle Ansichten, Meinungen und Analysen in den Artikeln sind die des Autors und repräsentieren nicht die Ansichten von BUX. Weder BUX noch der Autor bieten finanzielle Beratung und die Artikel sollten nicht so verstanden werden.

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