Währungspaare: Diese Freunde darf niemand trennen

Was sind Währungspaare überhaupt? Währungspaare sind im Grunde dafür da, damit du weißt, wie viel Bier du in London von den 10 Euro trinken kannst, die dir deine Oma spendiert hat. Denn das Bier musst du schließlich in Pfund bezahlen.

Aber fangen wir mal von vorne an. Eine Währung ist das Geld eines Landes oder eines Gebiets wie der Euro-Zone. Um zu wissen, wieviel die Währung wert ist, vergleicht man sie mit anderen Währungen. So sind die sogenannten Währungspaare entstanden.

Wie funktioniert das?

Diese Paare – zum Beispiel EUR/USD (Euro und US-Dollar) – gehören fest zusammen: Der erste Teil ist die Basiswährung, der zweite Teil die Kurswährung.

Wenn der Kurswert von EUR/USD zum Beispiel bei 1,2921 liegt, dann müsstest du 1,2921 Dollar bezahlen, um einen Euro zu bekommen. Falls du glaubst, dass der Euro im Verhältnis zum Dollar steigt, gehst du bei EUR/USD long. Glaubst du, dass der Euro fällt, gehst du bei EUR/USD short. Du kannst die Währungen übrigens auf den sogenannten FOREX-Märkten (foreign exchange) handeln. Oder natürlich bei BUX.

Wann ändert sich der Wert?

Es gibt viele Faktoren, die eine Währung härter oder weicher machen können. Die Politik ist ein wichtiger Faktor. Aber auch Wirtschaftswachstum, Inflation, Konsum, Arbeitslosigkeit oder Schulden haben einen großen Einfluss. Ungewöhnliche Ereignisse wie der BREXIT können eine Währung ebenfalls schwächen oder stärken.

Im Grunde genommen bestimmen auch hier Angebot und Nachfrage den Wert. Wenn viele Menschen Dollar haben wollen, wird der Preis steigen, und wenn viele Leute ihn verkaufen, dann geht er nach unten.

Allerdings haben auch die Zentralbanken dabei ein Wörtchen mitzureden. Falls zum Beispiel die Europäische Zentralbank die Zinsen senkt, fällt der Wert des Euros. Das kann gut oder schlecht sein. Ein starker Euro zum Beispiel ist in Deutschland schlecht für Export und Tourismus, aber gut für den Import.

Berühmte Währungspaare

EUR/USD – Das wohl bekannteste Paar überhaupt. Der Euro gegen den US-Dollar. Fast 70 Prozent der Transaktionen an den FOREX-Märkten sind EUR/USD. Unter Händlern wird das Paar auch kurz “Euro” genannt. Leicht zu merken, gell?

GBP / USD – Das zweite Traumpaar, mit langer Tradition: Britisches Pfund und US-Dollar. Der Codename bei Tradern ist dafür auch “Cable”. Der Name geht zurück auf das Kabel, das früher unterhalb des atlantischen Ozeans den Wechselkurs übertragen hatte.

USD / JPY- Der japanische Yen ist die dritthäufigste Währung weltweit. Dieses Paar ist ein ziemliches Schwergewicht, denn Japan und die USA sind beides sehr große und gewichtige Volkswirtschaften. Der Yen gilt zudem als sicherer Hafen in Krisenzeiten.

USD / CHF – Der “Swissy”: Franken und US-Dollar. Wenn der Franken steigt, wird es auf der Welt gefährlich. Auch der Franken ist eine Krisenwährung. Geht es mit der Welt den Bach runter, steigt der Franken.

Es gibt auch andere Paare wie zum Beispiel GBP/JPY oder EUR/JPY, die oft sehr volatil sind. Du siehst also, nicht nur Unternehmen können schwanken. (Falls du noch mehr zum Thema Volatilität wissen willst: Hier wird dir geholfen). Und hoffentlich hast du nun eine Antwort auf die Frage: Was sind Währungspaare?

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