Kaffee? Ist natürlich auch ein Rohstoff!

Alles Wichtige über das Traden mit Rohstoffen

June 23 by Cristóbal Crespo

Stell dir vor, du stehst auf, trinkst deinen ersten Kaffee und isst einen leicht angebrannten Toast. Dabei liest du auf deinem Smartphone, dass der Weizen weltweit von einem fiesen Bakterium angegriffen wird. Es hat schon eine sehr große Ernte vernichtet und der Toast auf deinem Teller könnte bald mehr wert sein als Kaviar – denn Weizen wird knapp.

Du könntest nun natürlich schnell in Weizen investieren – denn du weißt, je knapper der Rohstoff ist (und je größer die Nachfrage), umso höher sind die Preise. Aber bevor wir uns in die Welt des Rohstoffhandels stürzen und dir mehr über das Traden mit Rohstoffen erzählen, fangen wir erst einmal mit ein paar Basics an.

 

Was sind Rohstoffe überhaupt?

Nun ja, um es mal ganz einfach zu sagen: Ein echter Rohstoff ist ein unverarbeiteter Grundstoff, der gekauft und verkauft werden kann. Er wird oft genutzt, um Dinge herzustellen.

Was ist der Unterschied zu hergestellten Produkten? Es gibt kaum einen Unterschied bei den Rohstoffen verschiedener Unternehmen. Kupfer ist und bleibt Kupfer, egal welches Unternehmen es nun aus der Erde geholt hat.

Wie Rockmusik auch, gibt es auch bei Rohstoffen die Kategorien hart oder weich. Harte Rohstoffe müssen geschürft werden, zum Beispiel Metalle wie Gold, Silber, Platin und Kupfer. Weiche Rohstoffe wie Weizen, Kakao oder Soja dagegen müssen wachsen beziehungsweise angepflanzt werden.

 

Traden mit Rohstoffen: Wie hat das angefangen?

Puh, da müssen wir aber sehr weit zurückgehen in der Zivilisationsgeschichte. Schon frühe Kulturen handelten mit Rohstoffen wie Getreide, Tieren oder Muscheln. Der Deal war ganz einfach (für eine Auffrischung einfach Siedler spielen): Ich gebe dir Silber für meine Ziege.

Dann wurde das Ganze ein kleines bisschen raffinierter. Denn es dauert natürlich, um Rohstoffe herzustellen oder zu fördern. Deshalb war es nur logisch, dass irgendwann Terminkontrakte (auch Futures genannt) zwischen Händlern und Käufern entstanden. Das ist eine Vereinbarung, einen Rohstoff zu kaufen oder zu verkaufen, der erst in der Zukunft geliefert wird – aber eben für einen Preis, der heute festgelegt wird. Wenn zum Beispiel ein Bauer eine bestimmte Menge an Mais anpflanzt, die er im nächsten Jahr ernten will, kann er den Preis mit seinen Käufern jetzt schon festlegen. Auf diese Weise sichert er sich gegen fallende Mais-Preise ab.

 

Rohstoffe halfen dabei, den Handel überhaupt richtig ins Rollen zu bringen. Die Börse Amsterdam, die vermutlich die erste Börse der Welt war, gibt es nur wegen des Rohstoffhandels.

Bald waren diese Futures selbst ein Rohstoff – denn Leute konnten nun statt mit echten Rohstoffen nur die Rohstoffpreise traden. Auf diese Weise konnten sehr viel mehr Menschen bei den Rohstoffmärkten mitmachen.

Wie kann ich mit Rohstoffen traden?

Es gibt dafür drei Möglichkeiten. Zuerst kannst du natürlich den echten physischen Rohstoff kaufen. Aber nur, weil du an Silber interessiert bist, musst du natürlich keine echten Silberbarren kaufen (oder den Safe zum Aufbewahren).

 

Dann gibt es Futures, über die wir gerade ausführlich gesprochen haben.

Drittens: Am sogenannten Spotmarkt, auch Kassamarkt genannt. Dort kannst du Rohstoffe sofort kaufen für den Echtzeitpreis am Markt. Der wird auch Spotpreis genannt. Mit BUX kannst du mit Spot-Positionen bei den Rohstoffen traden. Sie haben keine Verfallsdaten, das heißt, du kannst die Position so lange offenhalten, wie du willst und so von den Marktbewegungen profitieren.

Was beeinflusst den Rohstoffpreis?
Rohstoffe können nicht einfach so in Fabriken hergestellt werden. Die Produktionsmenge und der Preis kann von vielen externen Faktoren beeinflusst werden – vom Wetter bis hin zu politischen Krisen. Natürlich spielt dabei auch die normale “Angebot und Nachfrage”-Regel eine Rolle.

Falls zum Beispiel die Weltspeckorganisation (WSO) entscheidet, weniger Speck herzustellen, dann wird es den Speckpreis ziemlich in die Höhe treiben.

Einfach ausgedrückt:

Angebot > Nachfrage = Preis fällt
Nachfrage > Angebot = Preis steigt

Falls jedoch das Angebot sehr viel größer ist als die Nachfrage und die Preise richtig fallen – dann könnte das den Speckverzehr wieder ankurbeln. Und das wiederum könnte helfen, die Preise wieder anzuheizen.

 

Ist Rohstoff-Trading vergleichbar mit normalem Trading?

Genauso wie du vor dem Investieren in ein Unternehmen eine Fundamentalanalyse machen solltest, genauso wichtig ist es, die wesentliche Dinge über die Rohstoffe herauszufinden, die dich interessieren.

Nehmen wir mal an, du investierst in Platin. Dann wäre es gut, wenn du dich ein bisschen einliest über die Produktionsprozesse in Minen, Nachfragezyklen und welche Branchen auf dieses Metall angewiesen sind. Platin wird zum Beispiel viel in der Autoindustrie benötigt. Wenn also auf einmal die Auto-Nachfrage extrem sinkt, wäre das auch schlecht für die Platinpreise.

Rohstoffe sind zudem sehr sensibel, was ökonomische und politische News angeht. Wenn eine echte Krise gibt, geht der Goldpreis rauf, da Gold als einer der sicheren Häfen gilt, in die Anleger fliehen, wenn es kritisch wird.

 

Bei Unternehmensaktien kannst du fast immer vorhersagen, wie eine Aktie aufgrund von den Quartals- oder Jahreszahlen reagiert. Bei Rohstoffen ist das schwieriger, denn äußere Umstände wie eine Naturkatastrophe sind leider schwer vorhersagbar.

Deshalb können Rohstoffpreise stark schwanken. Während manche Anleger voll darauf abfahren und das als Chance sehen, finden andere das Risiko zu hoch.

Bei Rohstoffen wird auch sehr oft mit Hebeln gehandelt, deswegen finden viele Anleger das Traden mit Rohstoffen auch so spannend.

Trade mit Rohstoffen bei BUX

Es gibt natürlich eine ganze Menge an Rohstoffen, auch so Sachen wie Kaffee oder Marihuana. Bei BUX beschränken wir uns auf das Wesentliche. Hier kannst du mit den wichtigsten Rohstoffen traden: Gold, Silber und Platin. So. Bist du bereit für das Traden mit Rohstoffen? Dann mal los!

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