Wie die Exxon Valdez Alaska verseucht hat

June 15 by Cristóbal Crespo

Okay, sagen wir es ganz direkt, die folgende Geschichte ist ziemlich schmutzig. Schon einmal von der Exxon Valdez gehört? Der Supertanker ist für eine größten Ölkatastrophen weltweit verantwortlich. Und die Hintergründe zu dem Unglück sind so absurd, wäre es ein Film, würdest du denken: Pfff, wie realistisch ist das denn bitte? Heute erzählen wir dir, wie die Exxon Valdez Alaska verseucht hat.

Das Drama begann am 23. März 1989

Die Exxon Valdez, ein Supertanker der Exxon Corporation, navigierte sich durch das kalte Wasser des Prinz-William-Sunds, einer Bucht vor Alaska. Das Ziel war eigentlich Long Beach, Kalifornien – aber du kannst dir schon denken, dass der Tanker dort niemals ankam.

Der Kapitän, der vermutlich kleines bisschen viel Wodka intus hatte, übergab einem unerfahrenen Offizier die Brücke und zog sich in seine Kajüte zurück. Das ist ein bisschen so, als ob du deinem kleinen Bruder die Schlüssel zu deinem Auto gibst (zur Info, dein Bruder ist 15 und seine einzigen Fahrkenntnisse hat er auf der Playstation erworben).

Der Offizier hatte nicht nur keine Ahnung, er war auch noch extrem müde und versuchte, das Schiff per Autopilot zu steuern. Das klappte allerdings weniger gut. Das Schiff lief auf ein Riff auf, der Schiffsrumpf wurde aufgerissen und 40.000 Tonnen Rohöl flossen ins Meer.

Selbst Mikroben überlebten nicht

Und das war leider noch nicht alles. Denn es zog auch noch ein schlimmer Sturm auf, der das Öl auf einer Strecke von rund 2000 Kilometer an die Küste spülte. Das Öl tötete Fische, Vögel, Seehunde, Wale und verseuchte das gesamte Ökosystem auf Jahrzehnte. Selbst Mikroben konnten da nicht mehr existieren.

Da die Gegend nur mit Schiff oder aus der Luft zu erreichen war, waren die Aufräumarbeiten extrem schwierig. Allerdings wurde Exxon auch sehr dafür kritisiert, dass der Konzern mit dem Saubermachen so langsam voran kam.

Noch Jahrzehnte später leiden Exxon Mobil und vor allem die Umwelt immer noch unter den Folgen des Unfalls. Exxon zahlt immer noch seine Strafe ab und hat 3,8 Milliarden Dollar in Reinigungsarbeiten investiert. Bisher sollen aber höchstens 7 Prozent des Öls beseitigt worden sein.

Am meisten aber leidet die Umwelt, sowohl ökologisch als auch ökonomisch. Die Fischerei- und Tourismusbranche wurden quasi vernichtet.

Das einzig Positive, was man dazu sagen kann, sind die strengeren Auflagen, die seit dem Unfall auf die Ölbranche zugekommen sind. Auch wenn natürlich viele Leute sagen, das habe auch nicht geholfen, um Deepwater Horizon zu verhindern. Aber die Katastrophe ist eine Geschichte für eine andere Montagsdepression. Eine Ölkatastrophe am Tag reicht ja wohl auch – und es ist ja auch schlimm genug, wie die Exxon Valdez Alaska verseucht hat.

Öl
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 77.7% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Du solltest dir überlegen, ob du verstehst, wie CFDs funktionieren und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren.