So findest du unterbewertete Aktien

Wie wir wissen, unterscheidet sich die langfristige Auswahl von Aktien stark vom Day-Trading. Es ist halt ein Unterschied, ob du eine Aktie nur kurz halten willst oder es dir um langfristiges Investieren geht. Oft sind unterbewertete Aktien eine gute Wahl für "was Längeres". Aber woher weißt du, ob eine Aktie unterbewertet ist? Um das herauszufinden, helfen dir einige Indikatoren. Unten sehen wir uns die vier häufigsten an.

📈 KGV

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) vergleicht den Kurs einer Aktie mit dem tatsächlichen Gewinn des Unternehmens. Zur Berechnung nehmen wir den aktuellen Kurs einer Aktie und teilen ihn durch das Ergebnis pro Aktie des Unternehmens. Je niedriger das Verhältnis, desto besser. In der Regel wird das KGV des Unternehmens mit dem Durchschnitt seiner Branche verglichen. So wird beispielsweise das Verhältnis von Ford mit dem Durchschnitt anderer Automobilhersteller verglichen. Wenn es unter dem Durchschnitt liegt, ist es ein gutes Zeichen.

Dieser Indikator ist jedoch nicht zuverlässig, wenn wir Start-ups bewerten, die ein sehr hohes erwartetes Wachstum haben, aber noch keine Gewinne erzielen.

📈 Price to Book (Preis-Buch-Verhältnis)

Das Price to Book (P/B) Verhältnis vergleicht den Aktienkurs mit dem Gesamtwert des Vermögens eines Unternehmens, dem "Buchwert". Um dieses Verhältnis zu erhalten, vergleichen wir den Aktienkurs mit dem Nettovermögen je Aktie. Dieser Indikator zeigt, wie viel du für einen Teil der materiellen (tatsächlich wiederverkaufbaren) Vermögenswerte des Unternehmens bezahlst. Wenn das Ergebnis zwischen 0 und 1 liegt, kann das Unternehmen durchaus unterbewertet sein. Das P/B  neigt jedoch dazu, Unternehmen mit immateriellen Vermögenswerten (wie Patenten, Urheberrechten, Marken) zu unterschätzen, da diese Art von Eigentum bei der Berechnung nicht berücksichtigt wird.

📈 Dividendenrendite

Dies ist das Verhältnis zwischen der jährlichen Dividende eines Unternehmens und dem aktuellen Aktienkurs. Je höher das Dividenden-/Preisverhältnis einer Aktie ist, desto höher ist die jährliche Rendite, die du erwarten kannst, unabhängig vom Kurs. Theoretisch jedenfalls.

Deshalb sollten langfristige Investoren diesen Indikator unbedingt berücksichtigen. Diese Zahl kann auch z. B. auch nur deshalb steigen, weil der Aktienkurs fällt, was in der Regel bedeutet, dass die Dividende bald gekürzt wird.

📈 Das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis (PEG)

Die oben genannten Indikatoren sind gut dafür geeignet, um den Wert einer Aktie *im Moment* zu erfassen, aber wir alle wissen, dass Investoren das zukünftige Ertragspotenzial eines Unternehmens berücksichtigen sollten. An dieser Stelle kommt das PEG (Price-Earning to Growth-Ratio) ins Spiel. Es verwendet das KGV von oben, berücksichtigt aber auch die erwartete Wachstumsrate des Unternehmens, in der Regel für die nächsten fünf Jahre*.

Zur Berechnung des PEG nehmen wir das KGV und teilen es durch die erwartete Ertragssteigerungsrate. Es ist ein aussagekräftigerer Indikator für das KGV und gilt im Allgemeinen als der zuverlässigste Index, um herauszufinden, ob ein Unternehmen unterbewertet ist oder nicht.

Je niedriger das PEG, desto mehr gelten die Aktien des Unternehmens als günstig. Wenn der Indikator zwischen 0 und 1 liegt, ist das Unternehmen wahrscheinlich unterbewertet. Wenn es höher als 1 ist, könnte es überbewertet sein. Wenn es negativ ist, bedeutet dies, dass das Unternehmen in Verzug ist oder dass seine Gewinne voraussichtlich sinken werden! In diesem Fall: Finger weg! Und wenn du deine Aktie gefunden hast und in sie investieren willst? Ohne Kommission geht das zum Beispiel mit BUX Zero. Schau doch mal rein :)  

Disclaimer: Alle Ansichten, Meinungen und Analysen in den Artikeln sind die des Autors und repräsentieren nicht die Ansichten von BUX. Weder BUX noch der Autor bieten finanzielle Beratung und die Artikel sollten nicht als Beratung verstanden werden.
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