So bekommst du (fast) ein Portfolio wie Warren Buffett

Schon einmal von Warren Buffett gehört? Der Typ hat ein Portfolio aufgebaut, das ihn zu einem der reichsten Männer der Welt gemacht hat. Er ist so gut im Portfolio-Bauen, dass man ihn das “Orakel von Ohama” nennt (so heißt der Ort, an dem er wohnt). Zum Glück sind hier keine magischen Kräfte im Spiel, sondern ein paar Richtlinien, die du recht einfach kopieren kannst.

Regel Nr. 1: Achte auf Wert, Wachstum und Ertrag

Man sagt ja, alle guten Dinge sind drei – das gilt auch für Aktien. Es war immer schon Buffetts Spezialität, unterbewertete Unternehmen zu finden. Vielleicht stehst du ja voll darauf, Dingen auf den Grund zu gehen und stöberst gerne in Unternehmensberichten? Dann stürze dich ins Vergnügen und finde ein Unternehmen, das mehr wert ist, als es auf dem ersten Blick aussieht. Was auch eine gute Methode ist: Warte auf schlechte News oder sogar einen handfesten Skandal. Dann fällt nämlich die Aktie des Unternehmens und du kannst sie günstig kaufen.

Natürlich besteht das Risiko, dass die Aktie nicht wieder steigt. So ein Unternehmen willst du natürlich nicht in deinem Portfolio haben. Es geht also darum, ein Unternehmen zu finden, das gute langfristige Aussichten hat. Deshalb ist es am Anfang gut, erst einmal in Firmen zu investieren, die du kennst und deren Produkte du jeden Tag nutzt. Buffett zum Beispiel hat einige Unternehmen seit mehr als 50 Jahren in seinem Portfolio! Und Marken wie McDonald’s und Coca-Cola wird es vermutlich auch in 100 Jahren noch geben.

Nehmen wir also einmal an, du hast ein Unternehmen gefunden, das unterbewertet ist und gute Langzeitaussichten hat. Nun musst du nur noch sicherstellen, dass das Unternehmen dir auch genug dafür bezahlt, dass du seine Anteile kaufst. Deswegen solltest du auch Unternehmen in deinem Portfolio haben, die eine hohe Dividende zahlen.

Regel 2: Binde dich nicht nur an ein Unternehmen

Es ist immer besser, mehr als nur ein Eisen im Feuer zu haben. Stell dir zum Beispiel vor, du hättest nur in Energie-Unternehmen investiert. Was passiert, wenn auf einmal der Ölpreis in den Keller geht und deine ganzen Aktien mit runterzieht? Dann hast du verdammt hohe Verluste.

Deswegen ist es immer besser, das Risiko zu streuen und in viele verschiedene Branchen zu investieren: Energie, Technologie, Gesundheit, Finanzen, Verbraucherprodukte, Industrie… du hast die Wahl.

Regel 3: Kenne dein Risiko und sichere dein Portfolio ab

Wenn die Aktien in deinem Portfolio gedeihen, ist das Leben recht einfach. Was aber, wenn ein paar Trades nicht so verlaufen wie geplant? In diesem Fall solltest du dein Risiko kennen. Und wie gesagt, ist es wichtig, dein Geld zu streuen.

Wenn du die ersten beiden Regeln befolgt hast, gibt es bestimmte Gründe, warum du eine Aktie in dein Portfolio geholt hast. Manchmal aber hast du dich geirrt. Dann musst du dich von den Aktien trennen. Es ist wichtig, für diesen Fall bestimmte Regeln aufzustellen. Zum Beispiel, bei welchem Verlust du die Reißleine ziehst. Und vergiss nicht eine weitere von Buffetts Regeln, um das Risiko zu minimieren: “Verliere kein Geld!” (Naja, wenn es immer so einfach wäre.)

Regel 4: Langfristig ist immer besser

Wenn du ein Portfolio wie Buffett haben willst, zahlt es sich aus, wenn du langfristig denkst. Buffett zum Beispiel hält sich von hochspekulativen Anlagen fern, die auf kurzfristige Gewinne abzielen. Er verteilt seine Investitionen lieber auf gesunde Unternehmen, die noch eine lange Zukunft vor sich haben. Denn mit denen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie auch auf der Marathonstrecke gut sind.

 

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